Auftrag BHU für zweiten Gotthard Strassentunnel

Mandat zur Bauherrenunterstützung

Die Amstein + Walthert Progress AG ist mit der Bauherrrenunterstützung (BHU) vom Bundesamt für Strassen ASTRA (Abteilung Strasseninfrastruktur Ost, Filiale Bellinzona) beauftragt.

Das Mandat hat einen übergeordneten Charakter und umfasst alle Phasen dieses bedeutenden nationalen Projektes, von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme - voraussichtlich 12 Jahre. Der Auftrag umfasst die BHU über sämtliche Fachbereiche wie Geotechnik, Betriebs- und Sicherheitsausrüstung (BSA), Lüftung, Kunstbauten, Trassee, Umwelt, Materialbewirtschaftung, Logistik, etc. Auch in den Themenbereichen BIM und BSA betreut A+W sämtliche Teilaspekte (wie Tunnelröhre, Anschlüsse, Galerie) und koordiniert zwischen den verschiedenen Projektbeauftragten und Nachbarprojekten.

Amstein + Walthert Progress AG ist Mitglied einer Ingenieursgemeinschaft, geführt von EBP. Sie setzt sich zusammen aus diversen Firmen aus den Fachbereichen Geotechnik, Betriebs- und Sicherheitsausrüstung, Lüftung, Kunstbauten, Trassee, Umwelt, Materialbewirtschaftung, Logistik, etc.

Das Projekt

70 Meter entfernt wird die zweite Gotthard-Röhre parallel zur bestehenden verlaufen. Die vorhandenen Portalbauwerke werden zukünftig für beide Tunnel genutzt werden. Der bestehende Gotthard-Strassentunnel ist 1980 eröffnet worden und muss aufgrund seines Alters saniert werden. Dazu ist eine mehrjährige Sperrung nötig. Damit auf der Gotthardachse trotzdem ganzjährig eine Strassenverbindung beibehalten werden kann, haben Bundesrat und Parlament entschieden, eine zweite Röhre zu bauen und den bestehenden Tunnel anschliessend zu sanieren. Die vorhandenen Portalbauwerke und auch die Werkhöfe können zukünftig für beide Tunnel genutzt werden. Dank der zweiten Strassenröhre, die etwa 70 Meter entfernt parallel geführt wird, kann der Verkehr nach der Sanierung des bestehenden Tunnels im einspurigen Richtungsverkehr mit seitlichem Pannenstreifen geleitet werden. Dies verbessert die Sicherheit, ohne dass die bestehende Kapazität erhöht wird.

Die Planung beginnt bereits jetzt, der Rohbau wird voraussichtlich 2025 fertiggestellt und Eröffnung ist für Ende 2028 geplant. Die anschliessende Sanierung der alten Röhre wird zwei Jahre dauern, und so könnte ab 2030 der Verkehr dann einspurig durch beide Tunnel geführt werden.