LCA Supercomputing Center, Lugano

Neubau LCA Supercomputing Center

Die CSCS (Swiss National Supercomputing Center) kann nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit im Frühling 2012 das neue Supercomputing Center in Lugano (Cornaredo) beziehen.

Das neue Center ist technisch bis ins kleinste Detail durchdacht, nachhaltig für zukünftige Erweiterungen und setzt neue Massstäbe in der Energieeffizienz.

Dieses besteht aus einem fünf geschossigem Bürogebäude welches über zwei Verbindungen mit dem dreigeschossigen Rechencenter erschlossen ist. Im Untergeschoss des Rechencenters befinden sich die Primäranlagen der Haustechnik mit dem Schwerpunkt Elektro- und Kältetechnik. Das Erdgeschoss als Installationsgeschoss beinhaltet die Sekundäranlagen mit den Übergabestellen zu den Tertiäranlagen bzw. Supercomputer. Diese stehen im Maschineraum, welcher eine stützenlose Fläche von 2'000 m² aufweist.

Nicht sichtbar aber entscheidend für die Energieeffizienz ist die Seewasserkühlung. Im Parco Ciani wurde im Tiefbau ein Pumpenhaus erstellt, mit welchem Wasser des Lago di Lugano über eine Distanz von rund 2'800 Meter zum Supercomputing Center gefördert wird. 

In der Startphase benötigt das Center eine elektrische Energie von rund 12 MW. Die Erweiterung bei laufendem Betrieb kann Modular in 2 MW Einheiten erfolgen, bis der Endausbau von 20 MW erreicht wird.

Das Rechencenter wurde konsequent über alle Haustechnikgewerke in 3D (BIM) geplant. Der Bauherr konnte bereits vor Baubeginn das Gebäude virtuell begehen. Entscheide konnten somit mit visuellen Varianten diskutiert und gefällt werden.

Kennziffern

Geschossfläche  12'387 m2
Volumen SIA  193'331 m3
Planungsbeginn  November 2008
Ausführungsende  März 2012
PUE  ≤ 1.23
E Leistung Endausbau  20 MW
K Leistung Endausbau  16 MW

Leistungen A + W

  • Gebäudetechnikplanung HLKS/E/GA
  • Sicherheitsplanung
  • Beleuchtungsplanung

Beteiligte

Bauherr

  • ETH Immobilien, Baumanagement

Architekt

  • Itten + Brechbühl AG

Nutzer

  • CSCS (Swiss National Supercomputing Center)