Energie und Mobilität



Als Dienstleistungsunternehmen benötigen wir Energie in vielfältiger Form: für das Heizen unserer Gebäude, für den Betrieb unserer elektrischen Geräte und Anlagen oder für unsere Mobilität.
Die Nutzung von Energie ist immer auch mit Umweltbeeinträchtigungen verbunden. Vor allem nichterneuerbare Energieträger wie Heizöl, Gas oder Benzin haben eine starke Klimawirkung.
Wir reduzieren daher unseren eigenen Energiebedarf so weit wie möglich, bevorzugen erneuerbare Energieträger, und stellen durch ein laufendes Monitoring und Controlling sicher, dass die Energie effizient verwendet und nicht verschwendet wird.

Im Vergleich zu 2015 ist der Primärenergiebedarf für die A+W Gruppe im Geschäftsjahr 2016 gesunken. Während der Primärenergiebedarf für die Wärme zunahm (aufgrund der tieferen Temperaturen), hat dieser für die berufliche Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖV) und für den Strom stark abgenommen. Der Stromverbrauch konnte mit Effizienzmassnahmen reduziert werden und der Strommix setzte sich 2016 vermehrt aus erneuerbaren Energieträgern zusammen. Der Primärenergiebedarf für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist gesunken, obwohl unsere Mitarbeitenden, für Geschäftszwecke, vermehrt mit den ÖV unterwegs waren. Dies lässt sich mit der Anpassung des Strommixes der SBB erklären. Die SBB haben den Anteil an Kernenergie von ca. 25% auf 4% verringert.
Die Treibhausgasemissionen haben leicht zugenommen, dies aufgrund des erhöhten Heizbedarfs kombiniert mit den CO2 intensiven Energieträgern, die in einigen Niederlassungen für die Beheizung der Gebäude eingesetzt werden.
 

Klimawandel: Risiko oder Chance?

Die Treibhausgasemissionen, die durch die Nutzung fossiler Energieträger entstehen, sind in den letzten Jahrzehnten massiv angestiegen und führen dazu, dass sich unser Klima verändert. Wir sehen diese Entwicklung als Risiko und leiten daraus einen Handlungsbedarf ab. Mit unserem Dienstleistungsangebot haben wir die Möglichkeit, die Nutzung erneuerbarer Energieträger zu fördern und eine effiziente Energienutzung zu erzielen. Wir setzen uns dafür ein, mit hochwertiger Energie, der Exergie, sorgfältig umzugehen, und niederwertige Energie, die Anergie, besser zu nutzen. Zusammen mit unseren Auftraggebern versuchen wir, tragfähige Lösungen zu entwickeln, welche ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen Rechnung tragen. Damit leisten wir einen Beitrag, dem Klimawandel entgegenzuwirken und CO2-Emissionen zu reduzieren. So konnten wir 2016 ein Vielfaches unserer eigenen Treibhausgasemissionen mit Betriebsoptimierungen bei unseren Kunden einsparen.

Kennzahlen zu Gebäudeenergie und Mobilität


Energiemanagementsystem

Seit 2015 verfügt die Amstein + Walthert AG am Standort Andreasstrasse 11 in Zürich über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) nach ISO 50001. Damit wird der Energieverbrauch methodisch erfasst und ausgewertet. Ziel ist es, die Energieeffizienz kontinuierlich zu steigern. Das Energiemanagementsystem ergänzt das Energiecontrolling, das bereits seit 2007 besteht.

Aufbau und Organisation

Die Definition und Erstellung der EnMS-Dokumente und -Prozesse wurde am bestehenden Qualitätsmanagement (ISO 9001) angelehnt. Die Energiepolitik von Amstein + Walthert ist im Leitbild verankert. Wir verpflichten uns dazu, die energiebezogene Leistung mittels Effizienzsteigerungsmassnahmen oder Betriebsoptimierung stetig zu verbessern. Das Management hat einen Energie-Beauftragten benannt. Er wird von einem Team mit Mitgliedern aus energetisch relevanten Geschäftsbereichen unterstützt. Damit wird sichergestellt, dass das EnMS eingeführt, umgesetzt, aufrechterhalten und kontinuierlich verbessert wird.

Erfassung Energiekennzahlen

Mit der Einführung des EnMS wurden detaillierte Energieleistungskennzahlen neu definiert, wie z.B. der Endenergieverbrauch pro Vollzeitäquivalent, der Raumwärmeverbrauch, der PUE vom Rechenzentrum oder der Primärenergie der Berufsmobilität. Diese Daten werden regelmässig erhoben und in einem Management-Review beurteilt. Damit wird die Bewertung des Fortschritts ermöglicht und es erlaubt ein Benchmarking.

Massnahmenumsetzung

Dank wiederkehrender Kontrolle und Bewertung können vorbeugende und korrigierende Massnahmen zur Sicherstellung der Zielerreichung ausgelöst werden. 
Seit 2007 besteht mit der freiwilligen Zielvereinbarung EnAW für den Standort Andreasstrasse 11, Zürich, eine Selbstverpflichtung für Energieeffizienz im Gebäudebereich. Bisher konnte der Reduktions-Zielpfad stets eingehalten werden.
Die umgesetzten Massnahmen sind beispielsweise Optimierungen der Wärme- und Kälteerzeugung, Anpassungen von Betriebszeiten oder der Einsatz von LED-Leuchten und -Leuchtmittel.


Gebäudeenergie

Der ökologische Fussabdruck einer Unternehmung wird massgeblich von der Wahl ihrer Energiequellen beeinflusst. Die Nutzung von fossilen Energieträgern wie Öl oder Erdgas verursacht beträchtliche Treibhausgasemissionen. Wir setzen uns daher für eine nachhaltige Nutzung von Energie ein und wenden diesen Grundsatz wo immer möglich in unseren Büroräumlichkeiten an.

Anteil erneuerbarer Strom

In der Amstein + Walthert Gruppe versuchen wir möglichst viele erneuerbare Energiequellen zu Nutzen. Der Anteil erneuerbarer Endenergie, wie Wasserkraft, Wind- und Solarenergie und Biomasse, liegt beim Strom bei über 97%. Der Anteil erneuerbarer Energie konnte gegenüber 2015 um 10 %-Punkte erhöht werden. Durch Produktewechsel beim Stromeinkauf für die Niederlassung in Bern nahm der erneuerbare Anteil beim Strom zu. Der Rest setzt sich aus Kernenergie, fossilen Energieträgern (z.B. Erdöl), nicht erneuerbaren Abfällen und nicht überprüfbaren Energieträgern zusammen.

Primärenergiebedarf

Der Primärenergiebedarf an unseren Standorten ist durch die durchmischte Gebäudestruktur sehr unterschiedlich und kaum vergleichbar. Alle Niederlassungen zusammen verbrauchten 2016 rund 2'270 MWh/a Primärenergie (-5 % gegenüber 2015). Davon wurde 1'229 MWh/a für die Beheizung der Räume benötigt und 1'038 MWh/a für die Beleuchtung, EDV etc. Die tieferen Temperaturen im 2016 gegenüber 2015 haben dazu geführt, dass wir mehr Energie für die Beheizung unserer Gebäude ein-setzen mussten. Gleichzeitig konnten wir durch Effizienzsteigerungen den Stromverbrauch senken. Gut 60% des Energieverbrauches wurde durch erneuerbaren Quellen gedeckt, dies hilft massgeblich, unseren ökologischen Fussabdruck gering zu halten.
 

Treibhausgasemissionen

Die Treibhausgasemissionen (THGE gesamt) betrugen im Jahr 2016 rund 183 Tonnen CO2-Äquivalente. Davon fallen 171 Tonnen CO2-Äquivalente bei der Beheizung unserer Räumlichkeiten an. Für den elektrischen Strom jedoch nur 12 Tonnen CO2-Äquivalente. Die Treibhausgasemissionen haben gegenüber 2015 leicht zugenommen, dies aufgrund des erhöhten Heizbedarfs kombiniert mit den CO2 intensiven Energieträgern, die in einigen Niederlassungen für die Beheizung der Gebäude eingesetzt werden.
 


Mobilität

Unsere Mitarbeitenden sind häufig unterwegs: auf dem Arbeitsweg, zu Baustellen, Kunden und Partnern. Mobilität stellt mit ihrem Energieverbrauch und den anfallenden Treibhausgasemissionen jedoch eine beträchtliche Umweltbelastung dar. Wir versuchen daher, mit unseren Mobilitätslösungen unseren ökologischen Fussabdruck möglichst gering zu halten.

Mobilitätsmanagement

Schon seit 2001 besteht für den Standort in Zürich ein Mobilitätskonzept, in dem die Grundsätze für die Nutzung der unterschiedlichen Mobilitätsformen festgelegt sind. Seit 2015 nimmt Amstein + Walthert zudem am Programm «Mobilitätsmanagement für Unternehmen» des Bundesamtes für Energie teil. Dabei wurde für die Standorte Bern, Genf, St. Gallen und Zürich Oerlikon ein standortspezifisches Mobilitätskonzept erarbeitet. In einem zweiten Schritt werden Massnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität definiert und umgesetzt.
Anfang 2017 haben wir im Rahmen der A+W University einen EcoDrive Fahrkurs mit einem Simulator organisiert. Ziel des Kurses war unserer Mitarbeitenden hinsichtlich energieeffizienten Autofahrens zu sensibilisieren und zu schulen. Während der EcoDrive Woche in Zürich haben über 100 Mitarbeitende den Kurs am Simulator absolviert. 

Unseren Mitarbeitenden stehen für die berufliche Mobilität folgende Verkehrsmittel zur Verfügung:

Öffentlicher Verkehr

Der öffentliche Verkehr bildet die Basis für die Abdeckung unserer Mobilitätsbedürfnisse. Dementsprechend nutzen viele unserer Mitarbeitenden den öffentlichen Verkehr. Die meisten unserer Standorte befinden in unmittelbarer Nähe von bedeutenden Bahnhöfen.

Firmenfahrzeuge

Wo es aus Gründen der Effizienz notwendig oder sinnvoll ist, stehen unseren Mitarbeitenden an den meisten Standorten Firmenfahrzeuge zur Verfügung. Hier entscheiden wir uns jeweils für möglichst effiziente Fahrzeuge. In St.Gallen und Genf kommt ein Elektrofahrzeug zum Einsatz und der Standort Bern verfügt über ein Hybrid-Auto. Am Standort Lausanne und Zürich Oerlikon haben wir uns bewusst für Smarts entschieden, weil diese einen geringen CO2-Ausstoss aufweisen haben und wenig Platz benötigen.
 

Mobility

Nebst den Firmenfahrzeugen können unsere Mitarbeitenden bei Bedarf Mobility-Fahrzeuge nutzen. Diese werden beispielsweise dann eingesetzt, wenn sich die Fahrt gut mit dem öffentlichen Verkehr kombinieren lässt oder wenn kein Firmenfahrzeug verfügbar ist.

 

 

Firmenfahrräder

An den Standorten Bern und Genf stehen unseren Mitarbeitenden firmen-eigene Fahrräder zur Verfügung. Diese sind für kürzere Strecken in der Stadt gut geeignet und werden rege genutzt. Ab 2017 werden am Standort Zürich sowohl firmeneigene Fahrräder wie auch E-Bikes zur Verfügung stehen. 

 

Privatwagen

Falls durch die Nutzung des privaten Fahrzeugs eine wesentliche Zeit- oder Kostenersparnis resultiert, kann dieses zu Geschäftszwecken eingesetzt werden.

Berufliche Mobilität

Im Jahr 2016 haben unsere Mitarbeitenden rund 2'114'500 Kilometer für Geschäftszwecke zurückgelegt. Rund 47% (2 Prozentpunkte mehr als 2015) der Distanz legten sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück, die restlichen 53% mit ihrem eigenen Fahrzeug, der Firmenflotte oder mit Mobility Fahrzeugen.

Primärenergiebedarf / Treibhausgasemissionen

Der Primärenergiebedarf für die berufliche Mobilität belief sich insgesamt auf 885 MWh, dies ent-spricht 1'115 kWh pro Vollzeitstelle. 90% des Bedarfes sind nicht erneuerbar. Unter Primärenergie versteht man die Energie, welche für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport der Energie nötig ist.
Die durch die berufliche Mobilität induzierten Treibhausgasemissionen betrugen rund 209 t CO2-Äquivalente, was  264 kg CO2-Äquivalente pro Vollzeitstelle entspricht.

Pendlermobilität

Unsere Mitarbeitenden nutzen nicht nur für geschäftliche Termine unterschiedliche Verkehrsmittel, sondern auch für den Weg vom Wohn- zum Arbeitsort. 2015 haben wir erstmalig eine Umfrage durchgeführt, um mehr über die zurückgelegten Distanzen und die Verkehrsmittelwahl zu erfahren. 517 Mitarbeitende haben an der freiwilligen Umfrage teilgenommen. Die Umfrage-Ergebnisse wurden anhand der Vollzeitäquivalente hochgerechnet. Für rund 68% der Arbeitswege kommen Bahn, Tram und Bus zum Einsatz, rund 26% benutzen motorisierten Individualverkehr und die restlichen 6% der Wege werden mit Muskelkraft zurückgelegt. Die Umfrage wird im Zweijahresrhythmus durchgeführt.

Im Rahmen unseres Mobilitätsmanagements engagieren wir uns dafür, den Anteil an umweltfreundlichen Mobilitätsformen weiter auszubauen. Zum Beispiel indem wir unseren Mitarbeitenden mit einem Mindestpensum von 50% sowie einer Anstellungszeit von über 6 Monaten gratis einen Gutschein für ein Halbtax-Abo abgeben. 2016 wurden insgesamt 778 Halbtax-Gutscheine bezogen.

 

Primärenergieverbrauch / Treibhausgasemissionen

Der Primärenergiebedarf für die Pendlermobilität belief sich insgesamt auf 2'928 MWh oder bezogen auf die Anzahl Stellen 3'900 kWh pro Vollzeitstelle (Stand 2015). 85% davon waren nicht erneuerbar.
Die durch die Pendlermobilität induzierten Treibhausgasemissionen betrugen rund 480 t CO₂-Äquivalente, was 636 kg CO2-Äquivalente pro Vollzeitstelle entspricht.


Auf einen Blick

Hier finden Sie die zentralen Kennzahlen aus unserem Nachhaltigkeitsbericht.

Unsere Massnahmen und Ziele tragen zur nachhaltigen Entwicklung von Amstein + Walthert bei.

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